Diese Initiative ist zur Rettung des Meratus-Regenwaldes ins Leben gerufen worden. Bei diesem Waldgebiet, das eine Fläche von ca. 120.000 Hektar aufweist und von der etwa 28.000 Hektar Schutzwaldstatus haben, handelt es sich um ein äußerst artenreiches Waldgebiet. Die Flächen um den Mount Meratus sind offizielles Holzeinschlaggebiet. Das bedeutet in Borneo nichts anderes als großflächigen Kahlschlag. Wenn überhaupt aufgeforstet wird, dann ausschließlich mit Akaziensämlingen: der artenreichste Wald der Erde wird durch eine Monokultur ersetzt. Der Wald, der nicht dem offiziellen Kahlschlag zum Opfer fällt, steht unter starkem Druck durch illegalen Holzeinschlag. Dem Schrecken der Abholzung steht die Faszination über die Bewohner des Meratus-Regenwaldes gegenüber. In diesem letzten größeren Tieflandregenwaldgebiet im südöstlichen Borneo haben 350, aus Gefangenschaft befreiter und wieder ausgewilderter Orang-Utans eine zweite Heimat gefunden (so auch das 12-jährige Weibchen Maja mit ihrem Nachwuchs Momo). Diese faszinierenden Menschenaffen werden von den einheimischen Dajak Waldmenschen genannt.
Das Erbmaterial der Orang-Utans ist zu 98 Prozent mit dem unsrigen identisch und so bilden die Waldmenschen gemeinsam mit den Schimpansen, den Bonobos, den Gorillas und uns Menschen die zoologische Gruppe der Menschenaffen.
Trotz dieser engen Verwandtschaft stehen die Orang-Utans kurz vor dem Aussterben in freier Wildbahn. Man geht heute von noch ca. 20.000 Tieren in den verbliebenen Wäldern Borneos und Sumatras aus.
